VILLA IM VINSCHGAU

Bauherren: Familie Nischler - Naturns
Kubatur: 860 m³
Bauzeit: 2008 - 2009

Auszeichnungen: Anerkennung Häuser des Jahres 2011; best architects 12

Das Gebäude ersetzt ein allseitig von Apfelbäumen umgebenes Einfamilienhaus aus den 1970er Jahren.
Das Wesen der Landschaft wird durch das Haus so wenig als möglich beeinträchtigt. Dies wird durch den niedrigen, zurückhaltenden Baukörper und durch die Verwendung dezenter Materialien erreicht: wassergestrahlter Beton, als Referenz an die lokalen Trockenmauern sowie Faserzementplatten für die Außenbekleidung, Glas, Weißtanne und Gipskarton für den Innenausbau.
Das Gebäude zeigt sich als skulpturaler, teils zweigeschossiger Baukörper, der sich in die umgebende Kulturlandschaft einpasst, sodass seine Größe außen nicht spürbar wird. Im in den Hang hineingeschoben Sockelgeschoss, sind der Zugang, Nebenräume und Garage untergebracht. Das darüber liegende Wohngeschoss ist über eine als Betonskulptur ausgebildete Treppe erreichbar. Um den Treppenkorpus mit Ofen gruppieren sich die Wohnräume und die Schlafbereiche und bieten abwechslungsreiche Blickbezüge und Verbindungen. Gezielt gesetzte Fenster erlauben spektakuläre Ausblicke.
Das Haus ist als Klimahaus A+ mit Wohnraumlüftung und mit hochgedämmter Gebäudehülle ausgeführt. Die Restenergie wird umweltfreundlich mit einer von Erdsonden gespeisten Wärmepumpe erzeugt, der Strom kommt zum Teil von den ins Dach integrierten Photovoltaikpaneelen. Das Warmwasser wird von Kollektoren erzeugt. Mit dem Überschuss wird im Sommer das Schwimmbecken beheizt.